Minding in music

Neun Klavier-Studierende am Campus der Universität Alberta in Kanada im Alter zwischen 18 und 52 Jahren nahmen an einer zweijährig angelegten Studie mit dem Titel „Minding in music“ teil, deren Ziel es war, vergleichbar mit üblichen Analyseverfahren im Sport die Auswirkung von Videoanalysen in musikalischen Lernprozessen zu untersuchen. Hierbei zeigte es sich, dass die Analyse der Videomitschnitte zu deutlichen Verbesserungen im Spiel führten. Interessant erscheint mir an dieser Studie insbesondere die effiziente und positive Veränderung des musikalischen Ausdrucks, welche aufgrund der kognitiven Auseinandersetzung mit den Videosequenzen einher gingen. Auch die für die Studierenden neue Perspektive auf sich selbst als Künstler – inklusive des misstrauischen Blicks auf den eigenen Körper – anstatt der bis dahin üblichen Fixierung auf eigene Fehler bei der Bewältigung des eigenen Repertoires sollte Motivation für eine weitere Auseinandersetzung mit diesem Spannungsfeld bieten.

Schlosser, M. (2011). Minding the music: Neuroscience, video recording, and the pianist. International Journal of Music Education, 29(4), 347 -358. doi:10.1177/0255761410396966
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18 Kommentare zu Minding in music

  1. Philomena Aepli sagt:

    Diese Studie scheint mir sehr seriös, da sie doch über eine längere Zeit von 2 Jahren hindurchgeführt wurde. Tatsächlich kann eine solche Filmanalyse zu einem Erfolgsergebnis führen, denn der Interpret hat dadurch die Möglichkeit, sich selbst in einer ganz anderen Perspektive beobachten zu können, was ihm manchmal „die Augen öffnen“ kann. Anstatt sich nur auf das eigene Spiel zu konzentrieren, achtet man bei der Analyse mehr auf die Bewegung des Körpers. Mit dieser Einsicht auf das eigene Spiel kann der musikalische Ausdruck oft verbessert werden. Deswegen denke ich, dass diese Form von Lernen öfters angewendet werden sollte.

  2. Julia Großsteiner sagt:

    Als Musiker kann man sich beim spielen oder singen nicht selbst sehen, deshalb ist es bestimmt von Vorteil wenn man sich auf einem Video selbst analysieren kann. Erst dann kann man sehen und erkennen was man eigentlich oft für seltsame Sachen macht oder dass es vielleicht noch an Ausdruck (etc.) fehlt.
    Bei Sängern ist es oft schon eine große Hilfe wenn man eine Audio-Aufnahme macht, denn jeder hört sich selbst anders als der Rest der Welt und so kann man oft Probleme erkennen und somit auch lösen.
    Somit überrascht mich das Ergebnis dieser Studie gar nicht, denn wenn man ungeahnte Probleme durch das Video sieht und erkennen kann, hat man eine gute Chance sie zu lösen und dadurch eine Verbesserung zu bewirken.
    Die Nutzung von Video- und auch Audio- Aufnahmen ist bestimmt auch im Unterricht von Vorteil, um den Schüler auf gewisse Probleme aufmerksam machen zu können, die sie vielleicht sonst nie erkennen würden. Es kann auch gleichzeitig einen Fortschritt angezeigt werden und somit motivierend sein.

  3. Veronika Vetter sagt:

    Das die Videoanalyse zu einer Verbesserung des eigenen Spiels führt, scheint mir nur natürlich zu sein, denn durch den visuellen und akustischen Input nimmt man quasi die Rolle des Lehrers ein und kann seine eigenen Fehler besser verstehen (sehen und hören) und dadurch verhindern.
    Wie Julia bereits kommentierte, ist es gerade als Sänger enorm wichtig sich einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können. Da der Sänger seinen eigenen Körper als Instrument hat, kann er nicht immer, durch Unkonzentriertheit oder eine täuschende Wahrnehmung beeinflusst, feststellen wo genau der Fehler, bzw. die Schwachstelle liegt.
    Die Videoanalyse kann ihm zeigen, das, bildlich gesprochen, der Bogen vielleicht einen Knick hat (Atemtechnik/Stimmführung), der Schallbecher eine Beule (Körperhaltung) oder der Klangkörper unterspannt bzw. überspannt ist.
    Außerdem kann sie hartnäckigen und eigensinnigen Schülern einmal vor Augen führen, dass der Lehrer nun einmal doch Recht hat oder ihm klar machen, dass die positive Entwicklung stark zu hören und vielleicht auch zu sehen ist.

  4. Ruth Ochsner sagt:

    Seit diesem Semester werden unsere Klassenvorspiele auch mit der Videokamera aufgenommen, was ich sehr gut finde. Es ist tatsächlich so, dass man seinen Lehrer besser versteht. In der Vorspielsituation ist die eigene Wahrnehmung verändert. Dadurch kann eine gute Intonation und das Zusammenspiel mit dem Korrepetitor beeinträchtigt sein, obwohl man eigentlich ein gutes Gefühl hatte. Ein anderes Mal denkt man sich, dass es „furchtbar tönt“, obwohl die Aufnahme und auch der Lehrer vom Gegenteil überzeugen. Oftmals spielt auch die jeweilige Stimmung dem Interpreten einen gehörigen Streich. Da ist es gut nicht vorschnell über sein Spiel zu urteilen (meist negativ!) und sich das Video in aller Ruhe zu betrachten. Ich denke, man gewinnt mit solchen Hilfsmitteln auch eine gewisse Objektivität seinem eigenen Können gegenüber.
    Der Aufwand lohnt sich für jeden Musikpädagogen, der seinem Schüler einen anderen Lernimpuls geben möchte, ihn aufzunehmen. In der Studie ging es vor allem um schon Studierende. Ich frage mich, in welchem Maße man auch schon junge Musikschüler mit einer Videoaufnahme fördern und motivieren kann?

  5. Jodok lingg sagt:

    Ich finde diese Studie auch sehr interessant. Unteranderem
    auch deshalb, weil ich auch an mir persönlich in diese Richtung
    arbeite. Es ist erstaunlich, wie gewisse Sachen die einem unter
    einer „Stresssituation“ nicht bewusst sind, ins Auge bzw ins
    Gehöhr stechen. Seien es Kleinigkeiten wie das Verhalten in kurzen
    Pausen, das Beobachten der Atmung, oder im Allgemeinen das eigene
    Auftreten und Verhalten auf der Bühne wärend eines Auftritts.
    Ich binnsehr davon überzeugt, das solche Maßnahmen Wunder bewirken
    können und jedem ein gewisses Verhalten auffallen würde, dessen man
    sich selber nicht bewusst ist.

  6. Nadja Nigg sagt:

    Das Ergebnis überrascht mich nicht wirklich. Ich finde es sogar wichtig, dass ein Musiker/Sänger sich ab und an filmt und analysiert.
    Oft gibt es Dinge oder Angewohnheiten, die erst dann wahrgenommen werden, wenn man sie selber sieht. Die Lehrperson kann den Schüler noch so oft darauf aufmerksam machen doch der Schüler kann den Wunsch des Lehrers nicht umsetzen, da ihm nicht bewusst ist, dass er zum Beispiel immer dieselbe Bewegung macht oder während dem singen/spielen das Gesicht verzieht. Durch die Videoanalyse wird dem Schüer erst richtig bewusst was er macht und erst jetzt kann man das Problem richtig behoben werden.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Videoanalyse bei z.B. einem Pianisten sehr sinnvoll sein kann, weil er keine Möglichkeit hat, sich selbst beim üben oder bei einem Konzert zu beobachten bzw. selber zu korrigieren (Haltung am Klavier, …).

  7. Lea sagt:

    So wie wir uns Musikerpersönlichkeiten und Vorbilder auf CD’s und DVD’s anhören und von ihnen lernen, so können und sollten wir auch von uns selbst lernen!
    Durch die Videoaufnahme und Analyse ist es uns möglich, eigene Fehlerquellen wahrzunehmen und sie zu verbessern. Die Selbstbeobachtung verbessert das körperliche Agieren und kann uns auch zeigen, wie wir auf Menschen wirken.
    Sehr interessant fand ich an der Studie, dass sich der musikalische Ausdruck sehr positiv und effizient veränderte. Somit sollte jeder Musikstudierende auf diese technische Möglichkeit der Selbstbeobachtung und –erfahrung nicht verzichten!

  8. Ricarda sagt:

    Die Idee, eine Videoanalyse für diese zwei Jahre andauernde Studie zu verwenden ist genau so einfach wie genial. Meiner Meinung nach vernachlässigen viele MusikerInnen beim Musizieren ihre Körpersprache – dazu zählen beispielsweise Gesichtsausdruck oder selbst nicht wahrgenommene „Ticks“ – und konzentrieren sich hauptsächlich auf die Akustik. Ich würde jedoch bezweifeln, dass das Konzentrieren auf Fehler als üblich angesehen werden kann. Ohne konkretes Feedback von ZuseherInnen und/oder anderen MusikerInnen wird sich der eigene Ausdruck im Normalfall selten verbessern können. Dieser wird nur von der Person selbst wahrgenommen und störende Eigenheiten können vom Musiker oder der Musikerin mit der Zeit ausgeblendet werden.

  9. Serafina sagt:

    Es ist sicherlich ein großer Vorteil, sich selbst anhand einer Videoanalyse von außen beobachten zu können. Auf diese Weise können Fehler in Bewegung, Haltung, etc. viel leichter erkannt werden, als wenn man ausschließlich auf das Feedback von anderen Menschen angewiesen ist. Gerade beim Gesang kann es häufig vorkommen, dass der Lehrer seinen Schüler wiederholt auf ein gewisses Problem aufmerksam macht, der Schüler aber dennoch nicht in der Lage ist, diesen Fehler zu korrigieren. Die Ursache hierfür kann unter anderem sein, dass der Schüler ausschließlich auf sein Gespür angewiesen ist, wenn er sich nicht selbst sehen und hören kann. Ein anderer Grund könnte sein, dass der Schüler den Lehrer einfach nicht versteht. Hinzukommt, dass sich der Schüler selbst anders wahrnimmt und auch anders hört, als sein Lehrer ihn. Nimmt man diesen Schüler nun auf, so hat er die Möglichkeit sich selbst von außen zu betrachten. Quasi aus den Augen des Lehrers. Er sieht mit eigenen Augen, wie er steht, welche Bewegungen er macht. Und er hört, wie die Töne von außen klingen. Er wird feststellen, dass seine Stimme ganz anders klingt, als er bisher dachte. Somit kann er auch seine eigenen Fehler besser hören. Die Fehlerquellen können leichter erkannt werden. Der erste Schritt um diese zu beseitigen. Hierfür würde freilich auch eine Tonbandaufnahme ausreichen, aber da für einen Sänger nicht nur seine Stimme, sondern auch sein gesamtes Auftreten, seine Austrahlung besonders wichtig ist, ist die Videoanalyse sicherlich ein sehr positiv unterstützendes Hilfsmittel im Unterricht.
    Allerdings sollte man nicht permanent darauf zurückgreifen. Denn seine Gesangstechnik zu verbessern braucht viel Zeit. Und man ist nicht in der Lage alle Fehler sofort zu verbessern. Es ist ein gewisser, individueller Zeitraum erforderlich. Zeichnet man jede Stunde auf, könnte das für manche Schüler demotivierend wirken, wenn sie permanent mit ihren eigenen Fehlern konfrontiert werden. Führt man die Videoanalyse allerdings in regelmäßigen Abschnitten durch, und vergleicht man die neuen mit den älteren Aufzeichnungen, so kann der Schüler seine eigenen Fortschritte beobachten.

  10. Stella-Maria sagt:

    In der Pädagogik lernt man, dass das Lernen über drei verschiedene Ebenen lernen abläuft.Über die auditive, visuelle und über die motorisch kinästhetische Ebene. Je mehr Ebenen am Lernprozess beteiligt sind, desto besser der Lernerfolg. Daher finde ich, dass die Videoanalyse die perfekte Ergänzung zum Unterricht ist. Zumal gleich 2 der oben genannten Ebenen abgedeckt werden.
    Es ist immer sehr interessant sich aus Sicht des Zuschauers zu betrachten und (ich denke das trifft vorallem auf Sänger zu) zu hören. Oft entsprechen die Empfindungen nicht der Realität. Egal ob an der Haltung oder am Ton gearbeitet wird.
    Ich persönlich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich auf einen Fehler hingewiesen wurde, jedoch nicht genau nachvollziehen konnte, was genau gemeint ist. Sieht und hört man sich dann aus dieser anderen Perspektive kann das oft zu einem Schlüsselerlebnis kommen.
    Allgemein hilft es auch, um an seiner Bühnenpräsenz zu arbeiten was ja durchaus rein optisch schon Sinn macht, da wir ja in einem anderen Artikel darüber aufgeklärt wurden, dass das Auge viel mehr mithört, als uns eigentlich lieb ist!

  11. Lisa R. sagt:

    Das Ergebnis dieser Studie überrascht mich nicht. Ich denke, dass sehr viel Potential in der Videoanalyse steckt. Zum einen kann man das Video öfters ansehen und so sich selbst besser analysieren, zum anderen ist die äussere Wahrnehmung objektiver.
    Ich möchte behaupten, dass während dem Musizieren die eigenen Vorstellungen und Emotionen unsere Wahrnehmung stark beeinträchtigen. Oft hat man beispielsweise das Gefühl wahnsinnige dynamische Unterschiede zu machen und trotzdem fordert der Lehrer/die Lehrerin noch mehr.
    Bei der Videoanalyse können zudem negative Bewegungsabläufe die unterbewusst stattfinden erkannt und somit gezielter in Angriff genommen werden.

  12. Lakshmi Witzemann sagt:

    Eine sehr interessante und seriöse Studie. Ich bin überzeugt das diese Videoaufzeichnungen positiven Einfluss auf das Spiel des Musikers haben, aber vor allem auf sein Auftreten. Nach 2 Jahren harten übens wird sich wohl jeder musikalisch verbessern. Schwierig ist es jedoch einen Maßstab zu finden diesen Fortschritt zu messen. 12 Studenten sind meiner Ansicht nach zu wenig. Jedenfalls, kann man den musikalischen Fortschritt nicht unbedingt den Videoaufnahmen zuordnen. Ich finde auch, dass diese Methode unnatürlich ist. Wenn man sich Selbst derart betrachtet geht es dabei nicht nur um die Musik, sonder auch um das eigene Aussehen. Eine inkorrekte Haltung lässt sich durchaus auch vor dem Spiegel korrigieren und die gespielte Musik lässt sich mittlerweile auf fast jedem Handy aufzeichnen. Ein Video finde ich nicht gut, weil es uns an Dinge denken lässt, die nichts mit Musik zu tun haben. Wenn jemand ausgezeichnet spielt ist es beispielsweise egal was für ein Gesicht er dabei macht. Wenn er aber sein Spiel nicht geniessen kann, weil er darauf achtet gut auszusehen, finde ich das schade. Falls es aber jemandem Sicherheit bei der Bühnenpräsentation verschafft, sollte er es selbstverständlich tun. Geschmackssache eben.

  13. Jan Szlendak sagt:

    Meiner Meinung nach ist es sehr fördernd, sich selbst spielen zu sehen und zu hören. Ich frage mich z.B. oft wenn ich übe: „Bringe ich das rüber, was ich möchte, oder kommt mir das nur so vor, weil die Vorstellung des Klangs in meinem Kopf und der wirkliche Klang verschmelzen?“ Sich selbst sehr genau zuzuhören fällt gerade bei technisch anspruchsvollen Stücken relativ schwer. Dieses Problem kann durch die Methode mit den Videoaufnahmen gelöst werden.

  14. Primus Schwendinger sagt:

    Das Ergebnis dieser Studie ist für mich wenig überraschend. Auch ich nehme mich gelegentlich beim Üben auf. Meiner Meinung nach hat dass sich Aufnehmen zwei wichtige Aspekte. Der Erste ergibt sich wenn man das Aufgenommene anhört und analysiert und erkennt was „gut“ und was „weniger gut“. Der Zweite ergibt sich während der Aufnahme. Meine persönliche Erfahrung ist es, dass ich mich während der Aufnahme besonders anstrenge das von mir angestrebte Klangideal bzw. die musikalische Idee umzusetzen. Ich kann mir durchaus vorstellen das diese beiden Effekte durch hinzufügen eines Visuellen Eindrucks verstärkt werden.

  15. Rebecca Sirikow sagt:

    Das Verhalten der Lehrenden ist natürlich immer unterschiedlich je nach Persönlichkeit / Geschlecht / Zusprechung von Wichtigkeit bestimmter Themen etc. .
    Was mich sehr überrascht, ist, dass die meiste Zeit der Unterrichtsstunden vom Vorspielen durch den Lehrenden eingenommen wurde. Diese Erfahrung habe ich persönlich jetzt noch nicht gemacht. Ich musste mir meine Stücke eigentlich immer selbst erarbeiten und es wurden spezifische Verbesserungsvorschläge geäußert oder höchstens einzelne kleine Passagen vorgesungen, aber nie so, dass es die meiste Zeit weggenommen hätte. Nur in dem Fall, dass ich gar nicht verstanden habe, wie der Lehrende seinen Verbesserungsvorschlag nun meint, sang er mir vor. Zumal die Imitation des Lehrers meiner Meinung nach auch nicht Ziel des Unterrichts bzw. des Studierens sein sollte, sondern die individuelle Entwicklung. Vorspielen kann hilfreich sein, sollte aber meiner Meinung nach nicht den Unterricht dominieren.
    Wo ich zustimmen kann, ist bei der Erkenntnis über das positive Feedback in den Stunden (über 80 %). Das ist bei mir auch so. Ich bekomme viel Lob. Allerdings sagt mir mein Lehrer trotzdem immer, wenn ich etwas nicht gut mache oder nicht sinnvoll ausführe. Da kann er durchaus sehr direkt werden, was ich auch als gut und wichtig empfinde.
    Bei der Enttäuschung über das mangelnde Interesse bei Lehrenden an konkreter Aufstellung von Übestrategien, kann ich teilweise zustimmen. Allgemein kümmern sich die Lehrer schon um Übestrategien, allerdings nicht so detailliert wie man es sich manchmal wünscht. Oft muss man erst nachfragen, damit man eine detailliertere Version bekommt. Das sollte durchaus etwas weiter ausgebaut werden.

    • Rebecca Sirikow sagt:

      Durch das immer größere Vorkommen der Medien und der technischer Hilfsmittel in unserer Gesellschaft ist auch in der Musikwelt die Verwedung von technischen Hilfsmitteln keine Seltenheit mehr. CD – , Mp3 – und Videoaufnahmen nehmen an Wichtigkeit beim Lernen und bei der eigenen Beobachtung des Musikers zu und können neue Aspekte der kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Spielen schaffen, die für das Vorankommen eines jeden Musikers mitunter sehr hilfreich sein können. Speziell bei Videoaufnahmen kann man sich selbst gut beobachten und sich kritisch mit dem eigenen Spielen und mit dem eigenen Ausdruck auseinandersetzen. Daher ist es kein Wunder, dass bei der Studie von Schlosser die deutliche Verbesserung im Spiel, insbesondere im musikalischen Ausdruck, beobachtet werden konnte. Ich denke, Videoaufnahmen sind eine gute Möglichkeit, sich selbst in seiner musikalischen Tätigkeit zu überprüfen, da man dort nicht nur den Klang wahrnimmt, sondern auch visuelle Eindrücke wie z.B. die Körperhaltung, die eigene Erscheinung beim Spielen und der praktische Umgang mit dem Instrument. Videoaufnahmen bieten somit eine breitere Möglichkeit, sich im eigenen Spielen zu verbessern. Sie helfen, mehrere Aspekte des Spielens zu beobachten und zu verbessern und können somit sehr nützlich für den Ausbau der eigenen Fähigkeiten und des Umgangs am und mit dem Instrument sein.

  16. Martta sagt:

    Diese Studie überrascht mich nicht. Man hat immer selbst eine starke Vorstellung davon, wie man spielt oder singt, aber wenn man sich selbst in einem Video sieht, bemerkt man oft sehr überraschende Sachen beim eigenen Spielen. Wenn man sich nie aufnimmt kann man viele Fehler auch weiter machen. Es ist auch so, dass man sich, wenn man selbst spielt immer auf die Musik konzentriert und im eigenem Kopf oft Sachen hört, die man eigentlich beim Spielen nicht wirklich macht. Durch das Aufnehmen des eigenen Spielens können viele Fehler vermieden und korrigiert werden (auch Dinge wie Erscheinung /Präsenz oder Körperhaltung fallen darunter).

  17. Mathias Klocker sagt:

    Das Ergebnis überrascht mich nicht wirklich, da ich selbst schon positive Erfahrungen damit gemacht habe.
    Bei meinem Studium in Zürich gab es sogar einen Kurs zur Förderung der Bühnenerfahrung und da war es ganz normal, dass man jedes Vorspiel mit einer Kamera aufgenommen hat um es sich später anzuschauen.
    Man nimmt so ganz andere Sachen war, die einem sonst nie aufgefallen wären.

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